Zen-Bogyo-Do e.V.

Zen-Bogyo-Do e.V. Otterbach
Bundes­leistungs­zentrum Jiu Jitsu

Virtuelle Wanderung nach Kamakura

Mit einer Gemeinschafts-Aktion wollen wir für Fitness und gemeinsamen Spaß sorgen. Inspiriert durch eine Aktion unserer Freunde vom Kishido TVH wandern wir gemeinsam nach Japan. Wir haben uns als Ziel die Stadt Kamakura in der Präfektur Kanagawa ausgesucht. Sie war nach Ende des Gempei-Krieges von 1185 bis 1333 Regierungssitz im Kamakura-Shogunat, gegründet durch den Sieger Minamoto no Yoritomo, und steht damit für eine wichtige Episode in der Geschichte der Samurai.

Um dazu beizutragen, dass wir unser gemeinsames Ziel erreichen, können unsere Mitglieder wandern, joggen, Fahrradfahren, usw. und damit ihre Fitness steigern. Die geplante Route hat eine Gesamtlänge von 12.664 km.

7. März: 3727 km, 51 Wanderer

Diese Woche haben wir ca. 1250 km zurückgelegt und sind im Uralvorland angekommen. Etwas nördlich von uns liegt Perm, die östlichste Millionenstadt Europas.
Wir haben wieder eine neue Zeitzone erreicht, d.h. wir befinden uns in MEZ+4.
Mit den bis jetzt zurückgelegten 3727 km haben wir bereits über 29 % unserer Gesamtstrecke zurückgelegt.
Nächste Woche werden wir wohl Europa verlassen und in Asien weiter wandern.

6. März: 3487 km, 51 Wanderer

Wir haben mit dem heutigen Tag mehr als 1/4 unseres Weges nach Kamakura zurückgelegt.
Kasan wurde nach dem Überqueren der Wolga durchquert. Vielleicht hat ja jemand den Tempel aller Religionen gesehen, den Kreml besucht, oder sich im „Riviera“ Wasserpark etwas ausgetobt. Bitte die Zeit auf dem Ticket nicht überziehen, das kann teuer werden.
Danach ging es weiter über den Fluss Wjatka, der in die Kama fließt und die wiederum in die Wolga.
Nabereschnyje Tschelny wurde erreicht und hier konnte das Denkmal Pamyatnik Vladimiru Vysotskomu, für den russischen Songwriter Vladimir Vysotsky bewundert werden, der Park Grenada bietet unseren Kleinen auch Spaß an der Bewegung.
Weiter ging es bis zu km 3487, ein mächtiger Sprung nach vorne. Lasst uns nun den Ural überqueren und nach Asien weiterziehen.

5. März: 3054 km, 51 Wanderer

Hurra!!! Wir haben die 3000 km Marke überschritten und es bis in die Nähe von Tscheboksary und Nowotscheboksarsk geschafft. Beide Städte liegen an der Wolga. Nur noch ein Katzensprung bis Kasan welches wir morgen schon erreichen können.

4. März: 2961 km, 51 Wanderer

Wir sind heute punktgenau am Автозапчасти ШИК (Avtozapchasti Shik) gestrandet. Eine gute Übernachtungsmöglichkeit da heute nicht so viel los ist.
Nur noch 210 km bis Kasan.

3. März: 2889 km, 50 Wanderer

Wir haben heute einen mächtigen Sprung nach vorne gemacht und sind an Nischni Nowgorod, der fünftgrößten Stadt Russlands, vorbeigezogen. Sie liegt am Zusammenfluss der Oka in die Wolga.
Wir werden dem Verlauf der Wolga in den nächsten Tagen folgen. Die Wolga ist der längste Strom Europas mit seinen 3530 km und mündet in das Kaspische Meer.
Unser nächstes Ziel wird Kasan sein, welches wir bis zum Ende der Woche erreichen können. Dranbleiben!

2. März: 2718 km, 50 Wanderer

Nach den Zahlen gestern heute mal etwas ganz anderes: trinken wir ein Glas Wasser auf unsere gemeinsame Wanderung.
Wodka abgeleitet von woda (Wasser), enthält jedoch 40% Alkohol oder mehr.
Wodka trinken ist in Russland manchmal eine Wissenschaft für sich. Man trinkt ihn zu unterschiedlichen Anlässen und meist werden dazu Lebensmittel wie Gurken etc. gereicht. Und man trinkt „zum Wohl“ und niemals alleine.
Es gibt sogar zwei Wodkamuseen, eines in St. Petersburg und eines in Moskau.
So jetzt aber weiter nach Nischni Nowgorod und in diesem Sinne
на здоровье (na zdorov’ye).

1. März: 2584 km, 50 Wanderer

Nach den ersten 14 Tagen Aufzeichnungen haben wir ein paar Zahlen für Euch. Hier sieht man deutlich, dass wir am Wochenende schneller vorankommen als unter der Woche. Nicht ganz unerwartet. Es könnte im Laufe der Wanderung auch interessant werden, über die Wochentage selbst zu sprechen. Aber dafür ist die Stichprobe noch etwas zu klein.

28. Februar: 2476 km, 50 Wanderer

Wir haben einen mächtigen Sprung nach vorne gemacht und unser Etappenziel Moskau nicht nur erreicht, sondern schon die Stadtgrenze Richtung Osten weit hinter uns gelassen. Somit haben wir etwas über 19 % unserer Gesamtwegstrecke bereits überwunden. Als nächstes Zwischenziel ist Kasan geplant, welches wir über Nischni Nowgorod erreichen möchten.
Hier haben wir eine schöne Dokumentation gefunden, was uns auf den nächsten 5000 km bis zum Baikalsee erwartet: “Ostwärts mit der Transsibirischen Eisenbahn” in der ARD-Mediathek

27. Februar: 2189 km, 50 Wanderer

Der heutige Tag hat uns ein großes Stück näher an Moskau herangeführt, welches wir wohl morgen erreichen werden. Unser Ziel dort ist der Jaroslavler Bahnof.
Von dort aus startet der Sonderzug Zarengold seine 5000 km lange Reise bis an den Baikalsee.
Wir können aber auch in Moskau den Gorki Park besuchen, oder eine Lichterfahrt auf der Moskwa unternehmen. Eine geführte Metrobesichtigungstour mit einigen sehenswerten U-Bahnstationen ist auch möglich. Der Besuch des Bolschoi-Theaters oder des Großen Moskauer Staatszirkus sind auch Optionen. Diese Großstadt hat schon einiges zu bieten.

26. Februar: 2043 km, 48 Wanderer

Wir haben nun etwas mehr als die halbe Strecke von der Grenze bis nach Moskau geschafft. Zeit, uns auf die Stadt vorzubereiten. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten wie den Kreml, den Roten Platz, die berühmte Basilus Kathedrale, die Christ-Erlöser-Kathedrale sowie das Freilichtmuseum Kolomenskoje warten darauf, in Augenschein genommen zu werden. Aber auch die größte Filiale des SB-Warenhauses „Globus“ ist hier zu finden. Na dann mal weiter und vielleicht ein Fleischkäs’brötchen vernaschen. Oder sollte es hier etwas anderes geben?!

25. Februar: 1999 km, 48 Wanderer

Wir haben heute 30° Ost überschritten. Nichts besonderes, wenn auf diesem Längengrad nicht St. Petersburg (ehem. Leningrad) beheimatet wäre.
30° Ost bedeutet auch, dass wir eine sogenannte Zeitzone erreicht haben. Ausgehend von 360 Längengraden, die durch 24 Stunden geteilt werden, ergibt das alle 15° eine neue Zeitzone: eine Stunde Zeitunterschied. Da wir nach Osten immer der aufgehenden Sonnen entgegen gehen, bedeutet dies, ausgehend vom 0°-Meridian (der durch Greenwich verläuft), dass wir zur Zeit zwei Stunden früher Mittagessen dürfen.
Begriffe wie UTC (Koordinierte Weltzeit oder Universal Time, Coordinated) / GMT (Greenwich Mean Time) und MEZ (Mitteleuropäische Zeit) sind hierfür gebräuchlich. Russland hat elf Zeitzonen. Und hier eine Quizfrage: Welches Land hat die meistens Zeitzonen? Bitte ohne Google raten. (Frankreich)
Unsere Wanderung brachte uns übrigens bis auf ca. 380 km an Moskau heran. Denkt daran: Sonntag!

24. Februar: 1891 km, 48 Wanderer

Wir bewegen uns weiter entlang der M9 (E22) auf direktem Weg nach Moskau. Am Straßenrand gegegnen uns einige Schilder wie z.B. Залосемье, Дубровка, Идрица, Шевино, Пустошка, Ребле, Ма́ево. Ja, kyrillische Schriftzeichen. Das Alphabet besteht aus 33 Buchstaben.
Und hier noch schnell was zum Einstieg in die Sprache:
да (da) / нет (net)
Спасибо (Spasibo) / Пожалуйста (Pozhaluysta)
Туалет (Tualet); для мужчин (dlya muzhchin) М / для женщин (dlya zhenshchin) Ж
Добрый день (Dobryy den’) / спокойной ночи (spokoynoy nochi)
До свидания (Do svidaniya)
Können wir bis zum Sonntag Abend wohl Moskau erreichen (nur noch 500 km)? Montag wäre dann mal ein Ruhetag und wir könnten in der Stadt etwas bummeln gehen.

23. Februar: 1777 km, 47 Wanderer

Wir haben die lettisch-russischen Grenze bei Zilupe überquert und hatten bei der Grenzkontrolle keine Probleme und vor allem keine lange Wartezeit, da die Visaanträge noch rechtzeitig eingetroffen waren.
Die Kosten hierfür hat der Verein virtuell übernommen trotz heftigen Protestes des Schatzmeisters (der hat dafür bald ein neues Fahrrad 😉).
Wir konnten dort die lange Schlange der LKW sehen dessen Fahrer noch auf ihren Stempel warteten.
Bitte die Uhr jetzt noch einmal umstellen. Hier gilt UTC/GMT+3 oder MEZ+2.
Die Landeswährung ist jetzt der Rubel: 100 рубль (rubl’) oder 100 ₽ sind ca. 1,1 €.
Man könnte auch sagen das ab jetzt der Rubel rollt (ha,ha,ha!).
Bis bald und und Добро пожаловать в Россию (Dobro pozhalovat’ v Rossiyu): „Willkommen in Russland“.

22. Februar: 1683 km, 44 Wanderer

Die Wanderung hat uns heute über Daugapils, der zweitgrößten Stadt Lettlands bis an den Sivers-See inmitten der lettischen Seenlandschft geführt.
Daugapils ist bekannt für seine vollständig erhaltene Zitadelle, ein 2 km² großes Areal. Sie ist auch Partnerstadt von Magdeburg.
Wir kommen zwar hier nicht vorbei aber das lettische Sigulda dürfte dem ein oder anderen Wintersportler ein Begriff sein (Rennrodeln, Skeleton). Eine Besonderheit hat die Landesflagge aufzuweisen: Die Farbe der zwei sehr dunkelroten Streifen sind Lettischrot.
Ob wir morgen wohl die russische Grenze erreichen?

21. Februar: 1615 km, 43 Wanderer

Wir haben heute Masuren, bekannt für seine Seen, Störche und Bernstein, durchquert, haben die russische Exklave um Kaliningrad (ehemals Königsberg) links liegen lassen und die Grenze zu Litauen passiert. Wir sind an Kaunas, der zweitgrößten Stadt Litauens vorbeigekommen. Kaunas liegt am Zusammenfluss von Memel und Neris. Sie soll 2022 zur Kulturhauptstadt Europas ernannt werden. Mittlerweile sind wir in Zarasai an der Grenze zu Lettland angekommen. Somit haben wir Litauen an einem Tag komplett durchquert.
In Masuren sind wir an der Stadt Rastenburg vorbeigelaufen, in deren weiteren Umgebung der kleine Ort Görlitz zu finden ist. Hier ist ein Mahnmal, aber auch eine Gedenkstätte des deutschen Wiederstandes im 2. Weltkrieg zu finden. Die Sprache ist von der “Wolfsschanze”, dem Kriegshauptquartier, in welchem Oberst Claus Schenk Graf von Stauffenberg am 20. Juli 1944 das Attentat auf den Führer verübte.
Etwas südlicher finden wir den Wallfahrtort Święta Lipka (Heiligelinde). Im Sommer finden hier kleinere Orgelkonzerte auf der berühmten Barrockorgel statt.
Wir haben bis heute ca. 12,5 % unserer gemeinsamen Wegstrecke zurückgelegt und haben dabei eine Zeitzone überquest. Bitte die Uhren jetzt um eine Stunde vorstellen.

20. Februar: 1155 km, 43 Wanderer

Wir haben heute bei dem schönen Wetter wieder gut Strecke gemacht, Toruń (Thorn), das an der Wisła (Weichsel) liegt, hinter uns gelassen und sind bis nach Szczytno vorgestoßen und somit in Masuren angekommen.
In Thorn konnten wir das Wahrzeichen aus dem Mittelalter, den KRZYWA WIEŻA (der schiefe Turm von Thorn) bewundern und uns in der Altstadt etwas umsehen. Dabei kamen wir am Geburtshaus des Astronomen und Arztes, Nikolaus Kopernikus (1473 – 1543) vorbei, welcher in seiner Publikation „De revolutionibus orbium coelestium“ ( „Über die Bewegungen der Himmelskörper“) die damals ketzerische These beschreibt, dass sich die Erde um die Sonne dreht.
Aber Thorn ist auch bekannt für seinen „Thorner Lebuchen“ und besitzt ein Lebkuchenmuseum „Muzeum Piernika“. Natürlich kann man diesen Lebkuchen hier ganzjährig erwerben. Es soll sogar Lebkuchenbier geben.
Etwas nördlich von uns befindet sich Olsztyn (Allenstein) wo jährlich im August das Old Jazz Meeting „Złota Tarka” (Goldenes Waschbrett) stattfindet.

19. Februar: 851 km, 43 Wanderer

Heute ging es bis in die Nähe von Mieścisko (Markstädt), was uns in den Großraum der achtgrößten Stadt Polens bringt: Bydgoszcz (Bromberg). Viel Wald und die Bromberger Heide umgeben diese Stadt, aus deren Umgebung auch Lech Wałęsa stammt: Mitbegründer und Vorsitzender der Gewerkschaft „Solidarność“, Friedensnobelpreisträger und von 1990-1995 Staatspräsident Polens.
Aber nicht nur auf politischer Ebene hat das Land einige Persönlichkeiten hervorgebracht, auch aus dem Bereich Naturwissenschaft sind zu benennen Daniel Gabriel Fahrenheit (Temperaturskala) sowie Maria Salomea Skłodowska (uns bekannt als Marie Curie) welche zusammen mit ihrem Mann Pierre den Nobelpreis für Physik (1903) und nach dessen Tod den Nobelpreis für Chemie (1911) erhielt.
Als Vorschlag für die Abendgestaltung schlagen wir einen Film des französich-polnischen Regisseurs Roman Polański vor:
Tanz der Vampire, Piraten, Die neun Pforten

18. Februar: 753 km, 42 Wanderer

Wir haben die Grenze zu Polen überschritten, die kleinen Orte Sulęcin (Zielenzig) und Międzyrzecz durchquert und sind heute in Lewice (Lewitz) angekommen. All diese Ortschaften liegen etwas nördlich der Autostrada A2 (E30), mit dem Beinamen „Autostrada Wolności“ („Autobahn der Freiheit“). Diese bildet die wichtigste West-Ost-Verbindung für den Warenverkehr nach Weißrussland und Russland und ist mautpflichtig.
Hier können wir den Abend ausklingen lassen mit einem Klavierkonzert des polnischen Komponisten und Pianisten Fryderyk Franciszek Chopin – besser bekannt als Frédéric François Chopin (1810 – 1849):
https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Chopin_Rondo.ogg
https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Barcarolle-op-60.ogg
Oder vielleicht bei einem Buch des polnischen Schriftstellers Gerhard Hauptmann (Nobelpreisträger für Literatur 1912) wie z.B. „Die Weber“ oder „Bahnwärter Thiel“.

17. Februar: 666 km, 40 Wanderer

Heute haben wir die Grenze zu unseren Nachbarn in Polen überschritten und ab jetzt sagen wir dzień dobry für Guten Tag, und zahlen in złoty (Umrechnungskurs ca. 4:1) anstelle von Euro.
Trinken können wir z.B. kawa, mleko, wino, woda mineralna und abends vielleicht ein piwo.
Um den Hunger zu stillen, kartofle und knedle sowie frytki (Pommes).
Für weiterführende Sprachinformationen empfehlen wir einen Onlineübersetzter Polnisch-Deutsch mitzuführen.
In diesem Sinne: Do widzenia i do zobaczenia wkrótce.

16. Februar: 614 km, 40 Wanderer

In den letzten Tagen sind nochmal sieben Wanderer zu unserer Gruppe gestoßen und mit vereinten Kräften sind wir an unserer Hauptstadt Berlin vorbeimarschiert. Wir sind jetzt in Fürstenfelde, und nach einer krzen Besichtigung des Doms St. Marien, dem Wahrzeichen der Stadt, schlagen wir hier unser Lager auf. Morgen geht es weiter: dann werden wir vermutlich schon die Grenze nach Polen überqueren.

14. Februar – Update: 419 km, 33 Wanderer

Nachdem wir heute morgen erst bei einem Stand von 230 km waren, sind es heute Abend dank des schönen Wetters schon 419 km. Damit stehen wir am Stadtrand von Halle (Saale), wo wir dann auch virtuell übernachten werden. Halle hat 237.000 Einwohner und ist der Sitz der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, also von besonderer Bedeutung in der Pandemie. Ihr seht wir sind auf einer spannenden Reise.

14. Februar: 230 km, 32 Wanderer

Vor einer Woche sind wir gestartet und in den letzten Tagen ist unsere Gruppe schnell auf inzwischen 32 Mitglieder angewachsen. Wir haben Frankfurt und Fulda hinter uns gelassen und haben fast 2 % der Strecke in einer Woche zurückgelegt. So könnten wir es bis Ende des Jahres schaffen.